Thursday, December 14, 2006

13.12.2006 Heidelberg

Unser Sachbearbeiter Erdkunde, der Zwie, hat uns ausreichend über die geographische Lage von Heidelberg informiert, einzig bei der Nennung des Gewässers, das durch diese Stadt fließt, geriet er leicht ins Stocken.

Der Club, der heute von der Reisegruppe "Nüchtern sein ist doof" heimgesucht wird, ist so klein, daß die "Roadies" von DED ihre Korrelationsphotonenpumpen auspacken müssen, um durch phasenkoordinierte Abwärtsskalierung die komplette Backline auf die Bühne zu bekommen.
Klappt nicht. Also wird einfach das eine oder andere Teil wieder in den Hänger der mobilen Gummizelle geladen.

Leider ist der Club auch zu klein für meine Kamera, dewwegen heute keine Bilder. Marnies rocken das Haus, aber die Heidelzwerger lassen sich nicht so schnell ihre Hirnmatrizen zubrennen, da muß man sich anstrengen.
Klappt ganz gut, wie die Einträge im Gästebuch am nächsten Tag zeigen.
Noch während die Henchies sich in die Hirne einbrutzeln und den Dogs den Weg in die Show bereiten, zieht es uns wieder auf unsere liebgewonnene Autobahn, um unser Nachtquartier zu beziehen.

Gitarrist, der oder -in, die

Ein wirklich ganz pussierliches Tierchen ist das Gitarrenmensch. Viele Musikerformation kommen nicht ohne aus. Der Gitarrenmensch hat statistisch 3 Gramm mehr Hirnmasse als der Trommlermensch und der Bassmensch, da sein Instrument ganze sechs bis sogar zwölf Saiten hat. Das Spielen diese Instruments, am liebsten natürlich mithilfe einer elektroakustischen Verstärkeranlage, macht ganz besonders viel Spass, aber erfordert auch ne Menge Konzentration. Deswegen muß das viel geübt werden.




















Besonders gut für Gitarrenmenschen ist Playstationspielen, denn das fördert die Augen-Daumen-Finger-Koordination.

Dem Gitarrenmenschen kommt die Aufgabe zu, das teilweise rhythmische Treiben der Trommel- und Bassmenschen, sowie die Gesangsdarbietung des Gesangsmenschen melodisch zu verknüpfen und zu unterstützen. Dies tun sie besonders gern wenn ihnen ein sogenanntes Solo zufällt: Dann drängt der Gitarrenmensch nach vorne und windet sich mit dem Körper . Dazu erzeugt er (oder sie) mit dem Instrument ein seltsam anmutendes, nach sterbender katze klingendes Nachrichtensignal, mit dem er einer entfernten außerirdischen Macht die Koordinaten des nächstgelegenen Bierkastens mitteilt.
Da Gitarrenmenschen sich sonst als Kammerjäger verdingen, und Kakerlaken mit den Füßen platt treten, haben sie bei Auftritten häufig sperrige Bretter vor sich liegen, die mit käferartigen Buckeln beklebt sind. Da treten sie dann völlig unkoordiniert darufrum, in der Hoffnung, dass aus der Box irgendwann genau der Sound von neulich im Übungsraum kommt.

Wenn mehrere Gitarrenmenschen auf einer Bühne in einer Formation spielen, müssen sie sich irgendwie einig werden, wer was spielt. Meist endet das so, daß man sich mit den Soli einfach abwechselt, was hier und da vorzeitiges Altern der anderen Musikermenschen zur Folge hat.


14.12.2006

Übrigens bin jetzt endlich mit dem Blog up to date, was n bissl schade ist, da die Tour nun fast vorbei ist.
Im Moment sitze ich gerade in der Musikwerkstatt und schaue und höre zu, wie die Backline- und Soundmenschen ihre verrosteten Utensilien für aussenstehende nicht nachvollziehbar auf der Bühne verstreuen und "Tssssaaa, tssssaaaa..!!!" in Eistütenähnliche Metalltrichter rufen.

Etwas melancholisch, weil heute unsere letzte Show mit den Dogs und Henchman ist,

Nils
(muß zuhause erstmal n schlaues Buch lesen..... ) :-)

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